Oben ist wirklich nur Wiese

Zehn Minuten hinter der Bergstation, am Spielplatz vorbei und durch ein Gatter, hört der Kies auf. Lucia Bieri vom kleinen Verein, der die Kuppe hütet, sagt es jedem, der eine Aussichtsterrasse sucht: die Terrasse ist weiter unten, hier ist Gras. Leute kommen trotzdem herauf, legen sich hin und schauen in den Himmel oder, wenn sie sich aufrichten, auf die Stadt.

Wiese auf dem Gurten

Was die Wiese verträgt

Liegen ja, Feuer nicht, Zelte nicht. Hunde bleiben auf dem Pfad, der die Wiese quert, das Gras am Rand ist dünn und der Salbei braucht Jahre, bis er wieder dicht ist. Im Juni stehen die Margeriten so hoch, dass man die Stadt im Sitzen nicht sieht. Im August wird das Gras gold, und die Halme knicken, wo jemand gelegen hat. Am nächsten Morgen stehen sie wieder, ausser es war nass.

Ein Kiosk ist auf der Kuppe nicht. Wer etwas essen will, hat es mitgenommen oder kehrt zur Station um. Die Bank am Nordwestrand ist der einzige Gegenstand, der nicht wächst. Was man von ihr aus sieht, steht auf der Seite zum Blick, der Weg herauf auf seiner eigenen.